Kirchgemeinde Mittweida

Das sind wir


Dass in Mittweida auch Christen leben, lässt die große Stadtkirche "Unser lieben Frauen" (gemeint ist Maria) vermuten, die sich mächtig auf dem Kirchberg erhebt und Anreisende schon aus der Ferne begrüßt. Schon 1203 muss es hier eine Kirche gegeben haben, 1243 jedenfalls wird von einem Pfarrer Andreas berichtet. 1539 wurde die Reformation eingeführt. Seit dem gibt es die Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde hier in Mittweida.


Etwa 1.900 Gemeindeglieder zählen heute zu unserer Gemeinde, in der sich viele Frauen und Männer und auch Jugendliche engagieren.
Einfacher ist es nicht geworden, allen Aufgaben gerecht zu werden. Vor allem die 1496 geweihte gotische Hallenkirche ist Freude und Last zugleich!

Wir freuen uns über Ihr Interesse an uns und hoffen, dass Sie neugierig geworden sind und wir uns irgendwann einmal sehen, vielleicht in der Feier eines Gottesdienstes oder in einem Konzert, beim Gemeindefest oder in einem der vielen Gemeindekreise?!
Gott segne Sie auf Ihren Wegen!


Evangelischen Stadtkirche  „Unser lieben Frauen“

Seit über 500 Jahren feiern Christen hier Gottesdienste, Taufen, Hochzeiten, Konfirmationen...

In Kriegs-  und Friedenszeiten suchten Menschen hier Hilfe und Kraft für ihren Lebensalltag. In Musik und Gebet wurde und wird Gott Dank und Ehre gebracht. Für viele ist die Kirche so heute immer noch mehr als ein Baudenkmal.

Eine Vorgängerkirche wurde im sächsischen Bruderkrieg 1450 vernichtet. Von ihr sind noch die Sakristei sowie das Figurenportal auf der Nordseite erhalten (ca. 1430). Nach Plänen Arnold von Westfalen, des bekannten Baumeisters sächsischer Spätgotik, errichtete man ab 1473 eine neue, zweischiffige Hallenkirche, die 1496 vom Bischof von Meißen geweiht wurde.

1539 wurde die Reformation eingeführt und damit die Kirche evangelisch. Nach dem Stadtbrand von 1624 erhielt die Kirche eine barocke Gestaltung.

Der Kirchturm - auf Mauern der alten Basilika erbaut - wurde 1522 fertig gestellt und bietet den Besuchern Interessantes sowie eine gute Aussicht auf die Stadt und ihre Umgebung. 1910 wurde die Uhr eingebaut, die nun seit 100 Jahren zeigt, was die Stunde geschlagen hat.

Die Altarraumfenster wurden im Zuge der Regotisierungsarbeiten 1887 eingebaut und verleihen dem Raum ein andachtsvolles und warmes Licht. Sie zeigen Figuren aus dem Alten und Neuen Testament.

Den Altar fertigten 1661 die Meißner Bildhauer und Maler Valentin Otte und Johann Richter. Er stellt eine gewaltige Bilderbibel dar und nimmt den Betrachter gefangen - vor allem durch die zentrale Christusfigur in der Mitte. Links und rechts stehen die vier Evangelisten,  von unten nach oben ist der Weg Jesu von Gründonnerstag bis Ostersonntag zu entdecken.

Der neugotische Taufstein von 1887 wurde aus Rochlitzer Porphyr gefertigt. Sein Vorgänger aus dem Jahre 1560 steht im Eingangsbereich und könnte noch viel mehr erzählen von Menschen, die auf den Namen des dreieinigen Gottes getauft wurden.

Die Kanzel aus Dresdner Sandstein errichtete 1667 der Dresdener Bildhauer Abraham Conrad Buchau. Für Mose als Kanzelträger diente Michelangelos berühmte Moses-Statue der Kirche San Pietro in Vincoli/Rom als Vorbild, die zu studieren der Bildhauer nach Rom gefahren ist!

Die 1888 vom berühmten Orgelbauer Friedrich Ladegast eingebaute Orgel wurde 1931 von der Dresdener Orgelbaufirma Jehmlich auf nunmehr 3 Manuale und 72 Register erweitert. Im Jahr 2009 konnte eine mit der Orgelfirma Eule in Mittweida entwickelte Bypasstechnik eingebaut werden, durch die wieder alle über 5000 Pfeifen fehlerfrei zu spielen sind. Die Orgel zählt zu den bedeutenden Orgeln Sachsens. Eine ausführliche Chronik über die Orgeln der Stadt Mittweida lesen Sie am besten selbst.

Auskünfte und Anmeldung Führungen, Turmbesteigung:
Ev.-Luth. Pfarramt, Hainichener Str. 14 / Tel. 03727 62580



Friedhof

Wie in jeder Gemeinschaft, kommen auch bei uns Freud und Leid zusammen. Für alle Menschen, die jemand aus dieser Welt haben gehen lassen müssen, spendet der Friedhof Ruhe und Kraft, weckt Erinnerungen und lädt zum Verweilen ein.
Doch Friedhöfe führen gewöhnlicherweise auch zu Unsicherheiten und Fragen. Wir hoffen, Ihnen hier weiter helfen zu können.

Weiterführende Informationen finden Sie HIER.


Partnerschaften / Ökumene

Partnergemeinde Nürnberg, St. Jobst.

Evang.-Luth. Kirchengemeinde St. Jobst
Äußere Sulzbacher Straße 146
90491 Nürnberg
Tel.: 0911 – 959800

www.st-jobst.de
gemeindebüro@st-jobst.de



Gemeinde-Patenschaft

SUZAN NALWANGA

 

Födernummer Missionswerk Frohe Botschaft UN-1106
Gebohren 1997 

Geboren ist Suzan in Mukono, 30 km östlich von Kampala. Seit 2008 wohnt Sie mit Onkel und Tante in Namakwa Village. Suzans Eltern trennten sich wegen neuer Beziehung des Vaters. Die Mutter verließ die Familie und ließ Suzan bei der  Großmutter. Ein Onkel wurde aufmerksam und nahm Suzan – als jüngstes Kind zu sich. Der Onkel betreibt kleine Landwirtschaft ohne viel Gewinn. Der Ertrag reicht jedoch aus, dass die Familie mehrere Waisenkinder unterstützen kann, von denen aber nicht alle die Schulausbildung fortsetzen können.
Vom Sponsor-Geld konnten ein paar Tiere angeschafft werden.

Suzan bekam zum Beispiel ein neues Schwein. Für dortige Verhältnisse ein großer WOhlstand. Ebenso konnte sich die
Familie weitere Hühner, eine Kuh und einen kleinen Garten leisten, den sie seitdem bewirtschaftet.Im Juni 2008 konnte sich Suzan von dem gespendeten Geld eine Matraze (matress) und Bettwäsche (sheet) leisten. Was für uns so selbstverständlich klingt, gilt in Uganda als sehr großer Luxus.

Suzans Schulweg ist mit 1 km relativ kurz, verglichen mit dem Weg, den die meisten anderen Schüler zurück legen
müssen. Da Suzan sehr viel im Haushalt mit anpacken musste (2007) waren schulische Probleme vorprogrammiert. In der Folge musste Sie in ein Internat (boarding). Trotz der Probleme hat sie die Unterstufe (primary level) erfolgreich bestanden und besucht nun eine Dorfschule in der Nähe Ihres zu Hause.
Ihre Lernerfolge spiegeln sich vielfach wider: 2008 gehört sie zu den 8 besten Schülern der 40 köpfigen Klasse. Ohne finanzielle Unterstützung wäre das nie denkbar gewesen.

Wenn Suzan nicht gerade ihren Hobbys nachgeht und singt oder mit Freunden Tennis und Netzball spielt,
verbringt Sie neben der Schule viel Zeit mit Wasser holen, Kochen, Gartenarbeit, Saubermachen, Wäschewaschen.

Unsere Unterstützung gibt ihr ein Lächeln ins Gesicht.

Suzan wird durch einen Spenderkreis von ca. 30 Personen unterstützt. Dieser bringt monatlich 30 Euro auf. Mit diesem Geld wird das Schulgeld, Internat, Schulspeisung und die medizinische Versorgung von Suzan sichergestellt. Darüber hinaus bekommt jedes Kind eine Grundausstattung (u.a. Matraze, Bettdecke, Moskitonetz).
Sie möchten auch ein Kind unterstützen? Dann fragen Sie nach weiteren Informationen im Pfarramt.